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SUP mit Kindern: Safety first- Was ist eine Leash und braucht's die wirklich immer?

In den letzten Jahren sind immer wieder, leider auch tödliche Unfälle, mit dem SUP passiert. Oft konnte man lesen, dass die Fahrer entweder keine Leash getragen haben oder in der falschen Situation. Was eine Leash ist und wann man sie nutzen sollte, erfahrt ihr in diesem Beitrag:

Eine Leash (aus dem Englischen, übersetzt: Leine) verbindet das SUP-Board mit dem Fahrer. Es wird am Fuß, unterhalb des Knies oder am Bauch befestigt und sorgt so dafür, dass das SUP-Board immer in Reichweite bleibt, auch wenn man mal vom Board fällt und das Board bei Wind weggetrieben wird. Dabei muss der Wind übrigens nicht besonders stark sein. Denn selbst auf einem kleinen See kann es an einigen Stellen recht windig sein (weil bspw. fehlende Bäume den Wind über den See fegen) oder es plötzlich böig wird. Es gibt Leashs mit gerader Fangleine und mit spiralförmiger Fangleine. Die spiralförmigen, auch Coiled Leash genannt, hat den Vorteil, dass sie nicht im Wasser schleift, weil sie sich durch die Spiralform immer wieder in ihre Ursprungsform zurückzieht. So kann man nicht an Ästen oder Steinen im wasser hängen bleiben. Eine gerade Leash trägt man vor allem beim Surfen. Aber nicht immer ist eine Leash angebracht.

Im Folgenden beschreibe ich wann du eine Leash nehmen solltest und wann nicht:

Im Flachwasser (See, ruhiges Meer):

Bestehe darauf, dass dein Kind (und du auch) immer eine Leash trägt, wenn es auf dem See paddeln geht. Sie behindert dein Kind nicht im geringsten und kostet ca. 40 Euro. Kauft nicht die billigen vom China-Amazon-Händler! Der Unterschied ist enorm- schlechte Verarbeitung, Gelenk dreht sich nicht leicht, Klettverschluss scheuert, das Material billger als die Telefonschnur unserer alten Wählscheibentelefone. Investiert auf jeden Fall in eine Leash eines Markenherstellers. Unsere haben wir von ION und sind rundum zufrieden. Und klar könnte man jetzt streiten ab welcher Seegröße eine Leash WIRKLICH notwendig ist... Einfacher aber, als sich darüber Gedanken zu machen, ist, eine Leash einfach immer zu tragen und es sich einfach zu einer guten Angewohnheit zu machen. Sie stört nicht, schadet nicht und hält dich und dein Kind im Notfall immer in der Nähe deines Boards!

 

Im Meer:

Bei Fahrten auf dem offenen Meer empfiehlt sich nicht nur eine Leash, sondern auch eine Schwimmweste. Bei Schwimmwesten mit Notauslösung kann man die Leash an der Schwimmweste befestigen und im Falle eines Notfalls selbstständig lösen.

Bei Fahrten auf dem offenen Meer oder dem Fluss (Nur nach vorherigem Kurs und genauester Planung!) würde ich die Leash des Kindes am Bauch befestigen. Grund ist, dass das Wasser das Board so stark wegdrücken kann, dass das Kind die Leash selbst vom Fuß nicht mehr allein lösen kann. Erwachsenen beispielsweise wird im Fluss das Befestigen der Leash immer am Bauch empfohlen. Erwachsenen wird für Fahrten auf dem Meer das Befestigen der Leash am Bein oder Fuß empfohlen.

 

Im Fluss:

Die Leash sollte bei Fahrten auf dem Fluss immer, auch bei Erwachsenen, am Bauch befestigt werden. Beachtet werden sollte, dass man bei Fahrten auf dem Fluss die Leash selbstständig mit der Hand notauslösen könnte. Grund dafür ist, dass man mit der Leash in Ästen oder an Felsblöcken hängen bleiben könnte und der Druck des Wassers das Board von dir wegdrücken kann, während du auf der anderen Seite des Hindernisses festhängst. Durch den ernormen Druck könntest du bei einer Befestigung am Fuß die Leash mit der Hand nicht mehr erreichen.

Aber wie gesagt: Das SUPen auf dem Fluss sollte nur mit vorherigem Kurs und weiterem Saftey-Equipment erfolgen (Helm, Schwimmweste und weiteres). Vertrauenswürdige Anbieter nehmen Kinder erst ab dem 12. Lebenjahr mit zu solch einem Kurs, haben das notwendige Equipment dabei oder verleihen es. Außerdem bestehen sie darauf, dass das Equipment auch getragen wird!

Wenn du keine Leash mit Panikauslösung besitzt, dann gilt auf dem Fluss: Lieber keine Leash, als eine am Fuß, die man im Notfall nicht erreicht und lösen kann.

Leashes mit Panikauslösung gibt es entweder als Hüftgurt mit Panikauslösung (bspw. NRS Quick-Release SUP Leash, Palm Quick Release Belt) oder die Panikauslösung ist in eine Schwimmweste integriert (bspw. NRS ZEN PFD, Palm AMP West oder Palm FXr Weste).