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SUP im Wildwasser mit Kind - Die ersten Paddelschläge

Der erste Tag mit SUP und Kind im Wildwasser: Von der Trockenübung übers Schwimmen und Sicherheit im Wildwasser zum ersten Adrenalinschub beim Befahren der "Helli Welli"

Helli Welli am Campingplatz Wildalpen
Helli Welli am Campingplatz Wildalpen

Mit diesem Ausblick kann ein Tag doch nicht schöner starten, oder?

Mitten in der Natur mit dem Rauschen der Salza im Ohr den ersten Kaffee zu genießen, war für mich der perfekte Start in den Urlaub nach einem anstrengenden, sehr arbeitsreichen Jahr. Neoprenanzüge, Schwimmweste, Helm, Schuhe und Schoner hatten wir schon am Tag zuvor probiert, also konnte ich mal eben am Campingplatz-Shop shoppen gehen. Bei all der Packerei (so viel war es ja gar nicht, aber ich war so aufgeregt und wollte nix vergessen und uns eine schöne Zeit machen und musste doch noch nach der besten Route schauen) blieb meine Reisetasche mit all meinen Klamotten daheim stehen...

Zwei Shirts und zwei Hosen ergatterte ich und schon war's zehn und es ging los.

Nachdem Toby und Markus die meisten Teilnehmer schon kannten oder ihre Vorerfahrungen auf dem SUP bereits erfragt hatten, teilten sie die Gruppen schon zuvor ein.

Wir landeten in der Anfängergruppe... Dabei wollten wir doch sofort aufs Wasser und dachten mit dreijähriger Paddelerfahrung müsste doch die Fortgeschrittenen-Gruppe drin sein können. Nach einer Vorstellungsrunde ging es aber gleich zur Sache, indem wir mit dem Material vertraut gemacht und erste Trockenübungen mit dem Wurfsack gemacht wurden. Außerdem erklärte uns unser Guide Markus zunächst theoretisch was ein Kehrwasser ist und mit welchen Paddelschlägen man ins Kehrwasser einfahren könne. Gleich im Anschluss aber ging's ins Wasser:

Auf dem Programm stand zunächst Schwimmen im Wildwasser. Schwimmen im Wildwasser hat dabei aber wenig mit Schwimmen zu tun. Nach wilden Drehungen um die Körperachse bis das Ufer oder Flachwasser erreicht war, durfte jeder Teilnehmer die Stufe vor dem Campingplatz, die "Helli Welli", sich hinuntertreiben lassen. Anschließend übten wir Anfänger das Traversieren (paralleles Überqueren des Flusses) während die Fortgeschrittenen bereits die ersten Kehrwasser und Stufen mit dem SUP befuhren.

Aber auch wir Anfänger übten im Anschluss das Fahren ins Kehrwasser. In der Theorie schien das alles leicht machbar zu sein, stellte sich in der Praxis aber doch etwas schwieriger dar. Spätestens hier war mir klar, dass die Anfänger-Gruppe die Richtige war. Unser Guide Markus beobachtete jede unserer Fahrten und gab gleich Rückmeldung, die man im nächsten Versuch verbessern konnte. So waren schnell bei uns allen große Fortschritte sichtbar.

Als Tagesabschluss dann fuhren wir noch die "Helli Welli" mit dem SUP hinunter. David stand die Stufe bereits beim dritten Mal, ich übte noch etwas länger. Ehrlich gesagt, war ich aber auch mit Sicherheit um einiges aufgeregter diese Stufe da jetzt hinunter zu fahren. Mir war nämlich ziemlich schnell klar, dass ich eine derjenigen sein würde, die im Wasser landen würden. Und somit also ein Mal komplett durchgespült werden würde. ;)

 

Und die zweite Gruppe? Nachdem die Fortgeschrittenen am Vormittag flussabwärts an der Slalomstrecke an der Technik feilten, sicherten sie nun mit dem Wurfsack ab und zogen all diejenigen sicher an Land, die die Helli Welli noch nicht im Stehen hinunter schafften.

Ja, das war ein SUP-Erlebnis voll nach meinem Geschmack: den ganzen Tag an der frischen Luft, mit dem SUP im oder am Wasser und Neues dazugelernt.

Und morgen geht's auf zu unserer ersten SUP Tour im Wildwasser!

SUP-Touren im Wildwasser