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SUP Kurs für Kinder: "SUPPI Kids" beim SUP Club Starnberg mit Sea Shepherd

Wenn Ihr uns schon eine Weile folgt, dann wisst Ihr sicher, dass wir schon beim Ramadama bzw. Clean up auf der Isar, am Kochelsee und auf der Moosach waren. Außerdem sammeln wir bei jedem Paddeln sowieso Müll ein, der uns über den Weg „schwimmt“. Ja, wir wollen die Reviere schützen, in denen wir paddeln und geben dies auch unseren Kindern weiter. Da hat es mich, Antonia, natürlich sehr gefreut, dass beim SUP Club Starnberg ein Kurs „SUPPI Kids für die Meere“ in Kooperation mit Sea Shepherd angeboten werden sollte. Darin sollte den Kindern spielerisch das Thema Meeresschutz und natürlich auch das SUP näher gebracht werden. Lotta und ich waren mit dabei, wobei ich mich dezent im Hintergrund gehalten habe. Nix ist doch nerviger als Eltern, die man neugierig an sich kleben hat, oder? Deswegen habe ich Lotta erst im Anschluss ein paar Fragen gestellt:

„Lotta, du warst ja vor ein paar Tagen beim SUPPI-Tag für Kinder beim SUP Club Starnberger See. Erzähl mal von dem Tag!“

 

"Also wir waren so viele Kinder, dass wir in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Zufällig hatten die Großen schon die Neos an, deswegen waren dann die Gruppen sozusagen nach Alter aufgeteilt. Zuerst fand die Einweisung fürs SUP statt. Die fand ich besonders für Anfänger total gut verständlich. Dann gab es ein Namensspiel, bei dem wir uns alle vorgestellt haben. Melly hat danach versucht sich an jeden Namen zu erinnern. Und sie hat‘s geschafft. Das fand ich sehr schön. Und sehr lustig. Dann… Dann haben wir übers Material geredet und über die Sicherheit auf dem Wasser."

 

„Und was hast du über die Sicherheit beim SUP gelernt?“

 

"Es darf nirgendwo aus dem SUP-Board Luft rauskommen bevor man aufs Wasser geht. Außerdem sollte man auch immer eine Schwimmweste tragen und die Leash ans Board und den Fuß machen. Melly und Eliane (Anmerkung: die TrainerInnen vom SUP-Club Starnberg) haben uns dann noch erklärt wie man die Sturmwarnung erkennt und dann sind wir aufs Wasser.“

„Und Ihr hattet ja spezielle SUP Boards für Kinder, hatte ich gesehen.“

 

"Ja, speziell für Kinder, aber andere auch. Wir haben beim Kurs die Boards auch gewechselt, weil jeder mit einem anderen SUP besser zurechtkommt."

„Und wie ging es dann auf dem Wasser weiter?"

 

"Wir haben eine Einweisung fürs SUPen auf dem Wasser bekommen und am Ende noch mit den Socken gespielt. Das ist so ein Spiel, bei dem man sich mit Schaumstoff gefüllte Socken von SUP zu SUP mit dem Paddel zuwirft. Das hat mir schon beim anderen Kurs so großen Spaß gemacht. Danach sind wir wiederan Land gepaddelt und durften noch mit dem Starship (Anmerkung: Starship = das große Teamboard von Starboard) paddeln. Total cool war, dass wir vom Starship runterspringen durften. Aber manche sind auch so reingefallen. 😉 Und danach kam das mit Sea Sheperd."

"Was ist denn Sea Shepherd eigentlich?"

 

Das ist eine Meeresschutzorganisation, die sich um den Müll im Meer, Mikroplastik und den Schutz der Meeresbewohner kümmert. Vieles wusste ich schon, zum Beispiel, dass die Meere und Flüsse voller Müll sind. Interessant war, dass sie aus einem Duschgel mit Peelingperlen 4 EL Mikroplastik rausgefiltert haben! Das ist doch total viel und echt krass, wenn man das so sieht! Und wenn man Fleecejacken wäscht, dann sind da ganz viele Fusseln übrig, die in die Waschmaschine kommen und dann im Meer landen.

 

"Möchtest du nach diesem Tag etwas ändern? "

 

„Hm…. Also Duschgel mit Mikroplastik verwend ich keins mehr. Aber Mikroplastik lässt sich leider gar nicht vermeiden. Denn wenn Plastik ins Meerkommt, dann wird es auch zerkleinert und wird dann zu Mikroplastik. Also existiert es immer noch. Man müsste weniger Müll produzieren!“

Wenn Du den Tag zusammenfassen würdest, was würde Du sagen?

 

„Ich fand ihn sehr schön, hätte mir aber noch mehr Zeit mit Sea Shepherd gewünscht. Ich hätte gerne noch diese Fische gebastelt!“

 

Was hat dir am besten gefallen?


„Am besten gefallen? … Das Sockenspiel auf den SUPs. Und das Rad schlagen auf dem Starship.“

Meine Beobachtungen:

Die Kinder hatten großen Spaß an diesem Tag. Obwohl alle Kinder unterschiedliche Fähigkeiten im SUP mitbrachten, gelang es den Trainerinnen alle Kinder abzuholen und keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sowohl die Anfänger als auch die Fortgeschrittenen waren jederzeit mit Spaß bei der Sache und konnten ihre Kenntnisse im SUP erweitern. Außerdem hatten alle Kinder geeignete SUP-Kids-Boards. Lotta konnte daher zum Beispiel verschiedene SUP-Boards testen und sehen, wie unterschiedlich die Boards reagieren, aber auch welches ihr am meisten liegt. Dass auch bei den Kindern auf das Thema Sicherheit auf dem SUP und auf die richtige SUP-Paddeltechnik großen Wert gelegt wird, zeigt wie ernsthaft, professionell und konsequent man beim SUP Club Starnberg die Kursinhalte auch den Kindern vermittelt.

Beim Workshop mit Sea Sheperd waren die Kinder hochkonzentriert und mit Spannung dabei. Spielerisch wurden die Kinder mit Büchern und Tierfiguren erst motiviert und anschließend mit pädagogisch geeignetem Material für die Problematik der Meeresverschmutzung sensibilisiert.

 

Fazit: Ein in jeder Hinsicht rundum gelungener Tag am, auf und für das Wasser! Und ich bin jetzt gespannt, wie das Thema Müllvermeidung nun in unseren Haushalt Einzug hält. Die Geister, die ich rief… 😉


Und noch eine Anmerkung zur Organisation des Tages: Sea Shepherd und der SUP Club Starnberg haben diesen Tag ganz und gar durch ehrenamtliche Tätigkeit auf die Beine gestellt! Die 10€ Teilnahmegebühr kamen ausschließlich Sea Shepherd als Spenden zu Gute. Insgesamt kamen durch weitere Spenden 200€ an diesem Tag zusammen. Wir finden, dass dies wirklich herausragend ist und hier Umwelt- und Naturschutz wirklich gelebt wird! Hier werden nicht nur Reden geschwungen, sondern wird gehandelt. Danke an die Trainerinnen Eliane und Melly für diesen tollen Einsatz!